Fortsetzung folgt, Kurzgeschichte

One-Night-Stand (Part 1 / Monika)


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„Autsch!“ Monika stolperte die Treppe hinunter und konnte sich noch knapp am Handlauf auffangen. Selbstverständlich schlug sie bei diesem Unterfangen das Narrenbein an, welches einen elektrischen Schock durch ihren Körper jagte. Auf der Strasse angekommen, konnte sie durchatmen und ihr Puls normalisierte sich wieder.
Was für eine Nacht. Wow! Gestern Abend verabredete sie sich mit ihrer Freundin Nicole in der Wunder-Bar zu einem Drink. Wie schon so oft, sagte Nicole in letzter Minute das Treffen ab. Irgendwas kam wieder einmal dazwischen. Monika kann sich an all die mannigfaltigen Ausreden nicht mehr erinnern. So war eben Nicole. Monika hatte keine Lust, einfach wieder nach Hause zu gehen, nachdem sie eine Stunde lang im Badezimmer verbracht hat. Sie blieb an der Bar sitzen, genoss ihren Drink und beobachtete die Menschen um sich herum. Ihre Aufmerksamkeit blieb bei einem gutaussehenden Mann, wahrscheinlich Anfang vierzig, hängen. Auch er schien, wie sie, alleine hier zu sein. Er bemerkte, dass sie ihn beobachtete, taxierte sie kurz, nickte ihr zu und kam wie selbstverständlich zu ihr an den Tresen. Er stellte sich als Michael vor und spendierte ihr einen weiteren Drink, den sie gerne annahm. Sie war in Flirtlaune, wie schon lange nicht mehr. Ihre letzte Beziehung ging vor gut einem Jahr in die Brüche. Seitdem hatte sie sich auf keine amourösen Bekanntschaften mehr eingelassen.

Michael gefiel ihr. Definitiv. Er war von grosser Statur und gut gebaut, soweit sie letzteres beurteilen konnte. Er trug einen dunklen Anzug, der zu seiner schön gebräunten, makellosen Haut, seinen schwarzen Haaren und seinen braunen Augen passten. Einen Ring trug er zu Monikas Freude nicht. Dies und die Tatsache, dass er ohne Hehl Interesse an ihr bekundete, liess sie auf Wolke sieben schweben. Ein One-Night-Stand, war genau das, nachdem ihr den Sinn stand. Michael war kein Kind der Traurigkeit. Nach knapp dreissig Minuten, mit sexueller Energie geladenem Geplänkel, fragte er sie ohne Umschweife, ob sie Interesse hätte, ihn nach Hause zu begleiten. Monika willigte ohne Zögern  ein. Eigentlich war sie nicht bekannt für spontane Entscheidungen. Sie wusste nicht wieso, aber sie vertraute Michael.

Seine Wohnung war zum Glück nicht weit von der Wunder-Bar entfernt. Sie gingen zu Fuss und für Aussenstehende sah es aus, als wären sie ein frisch verliebtes Paar. Kaum in seinen vier Wänden angekommen, fielen sie regelrecht übereinander her. Monika genoss jede Berührung und gab sich völlig ihren Gefühlen hin. Nach ihrer langen sexuellen Durststrecke war diese Nacht eine Erlösung.

Monika erwachte um sechs Uhr in der Früh. Michael schlief tief und fest neben ihr. Sie fühlte sich entspannt wie schon seit Monaten nicht mehr. Es war eine einmalige Sache, dessen war sie sich bewusst. Monika wollte sich der sehr wahrscheinlichen Peinlichkeit des zusammen Erwachens sparen. Sie fand, dass es am sinnvollsten ist, einfach zu verschwinden. Leise stieg sie aus dem Bett, suchte ihre verstreuten Kleider in der Wohnung zusammen und verliess diese ohne nochmals zurück zu blicken.

One-Night-Stand (Part 2) folgt in wenigen Tagen. Stay tuned for more!

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